Wie wir lernen…
An unserer Schule legen wir großen Wert auf eine individuelle und ganzheitliche Begleitung und Förderung der Kinder.
Ein zentrales Element unseres pädagogischen Konzeptes ist das zunehmend selbstregulierte Lernen.
Individuelle Lernwege
Anfangs-
unterricht
Der Anfangsunterricht umfasst die Jahrgangsstufen 1 und 2 und wird als pädagogische Einheit betrachtet, in der Kinder behutsam, klar strukturiert und mit viel Freude in die Welt des Lernens hineinwachsen. Der Anfangsunterricht versteht sich bei uns als gemeinsamer Bildungsraum, in dem Kinder in ihrer individuellen Entwicklung wahrgenommen und begleitet werden. Wir schaffen eine Lernumgebung, die Sicherheit gibt, Neugier weckt und Selbstvertrauen stärkt. Er bietet den Kindern die Möglichkeit, sich in der Schule individuell, im eigenen Tempo und nach ihren eigenen Lernbedürfnissen zu entwickeln.
Unser Ziel:
Kinder erleben im Anfangsunterricht: Ich kann etwas. Ich werde gesehen. Ich bin wichtig.
So entsteht die Grundlage für selbstbewusstes, motiviertes und zunehmend selbstreguliertes Lernen.
Was uns leitet:
Kindzentrierung – Wir orientieren uns an den Bedürfnissen, Stärken und Interessen der Kinder.
Beziehungsgestaltung – Eine verlässliche, wertschätzende Beziehung ist die Basis für jedes Lernen.
Individuelle Förderung – Kinder lernen in ihrem Tempo, begleitet durch klare Strukturen und vielfältige Zugänge.
Routinen und Rituale – Sie geben Orientierung, Sicherheit und ermöglichen selbstständiges Arbeiten.
Gemeinsam stark!
Unsere multiprofessionelles Team aus Lernbegleitenden verschiedener Professionen begleitet die Kinder gemeinsam ganztägig durch die ersten Schuljahre. Diagnostik, Austausch und abgestimmte Förderung sorgen dafür, dass jedes Kind die Unterstützung erhält, die es braucht.
Konzept Jahrgang
3 & 4
In den Jahrgängen 3 und 4 sind jeweils alle Kinder des Jahrgangs Teil einer großen Jahrgangsklasse. Innerhalb dieser Klasse nutzen wir Stammgruppen, die von jeweils einer Lehrkraft übernommen werden. So ermöglichen wir es, den Lernprozess der Stammgruppenkinder eng zu begleiten und den Kindern und Eltern feste Bezugspersonen anzubieten.
Ein zentrales Element unseres pädagogischen Konzepts ist das selbstregulierte Lernen. Wir fördern die Selbstständigkeit der Kinder, indem wir ihnen Werkzeuge an die Hand geben, um an eigenen Lernzielen zu arbeiten, diese zu reflektieren und immer mehr Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Durch verschiedene Unterrichtselemente wie bspw. die Lernleiter haben die Lernenden die Chance, in ihrem eigenen Lerntempo zu arbeiten und ihre persönlichen Ziele zu verfolgen.
Die Jahrgangsklassen verteilen sich auf mehrere multifunktionale Räume, die liebevoll, kreativ und entsprechend ihrer Funktionen gestaltet wurden.
PMS-Zeit in Lernateliers
Im April 2021 besuchten wir mit einem kleinen Team bestehend aus Lehrkräften, Betreuungskräften und der Schul- und Betreuungsleitung eine ehemalige Schulpreisträgerschule. An der Grundschule Auf dem Süsteresch bekamen wir Einblicke, die uns darin bestärkten, unseren Weg weiterzugehen und unsere Schule neu zu denken. Auch wir führten recht schnell eine „Selbstlernzeit“ ein und schufen immer mehr Räume (Lernateliers), in denen die Kinder in der Selbstlernzeit eigene Ziele verfolgen konnten und können. Unsere ersten Ateliers bestanden aus einer Baubude, einem Malatelier angelehnt an die Idee von Arno Stern und der Gymnastikhalle, in der man Tänze oder auch Theaterstücke einüben konnte. Außerdem wurden Lernwürfel für Mathe, Deutsch, Sachunterricht und auch Englisch entwickelt, an denen Kindern üben, aber auch knobeln können. Nach kurzer Zeit bot eine Mutter an, den Kindern eine Einführung in das Programmieren mit Scratch zu geben. Dies mündete in einem großartigen Projekt eines digitalen Schulführers, den die Kinder gemeinsam mit der Mutter entwickelten. Was in einem kleinen Team begann, weitete sich schnell aus, weil nun auch der nächste Jahrgang bereit war, eine „Selbstlernzeit“ anzubieten. Dies führte zu einer Vielfalt an verschiedenen Angeboten bestehend aus einem Nähatelier, einem Designatelier, einem Kinderkünstleratelier, einem Angebot im Werkraum, dem Modellbauatelier, dem Scratchatelier, einem Kochatelier und einer Schülerzeitung.
Diese Vielfalt ist möglich, weil sich ein jeder mit seinen Fähigkeiten und Interessen einbringen und somit den Kindern ein reichhaltiges Angebot geboten werden kann, welches in höchstem Maße motivierend ist. Mit den Erfahrungen der „Selbstlernzeit“ wurde nach und nach ein Lerntagebuch entwickelt, in dem die Kinder ihre Ziele der Selbstlernzeit notieren und auch ihre eigene Arbeit, sowie das Arbeits- Lern- und Sozialverhalten reflektieren.
Klar ist, dass ein begonnenes Ziel unbedingt fertiggestellt werden muss und nicht jede Woche ein neues Ziel angefangen werden darf. Daher verbleiben die Kinder so lange in einem Atelier, bis das Ziel erreicht ist. Der Wechsel in ein anderes Atelier wird dann mit dem jeweiligen „Anbieter“ besprochen, der mit dem Kind über sein jeweiliges Produkt in den Austausch geht und überlegt, welches die nächsten Schritte im neuen Atelier sein könnten. Mit dem dann formulierten ersten Ziel wechselt das Kind schließlich in das neue Atelier.
Fand diese „Selbstlernzeit“ zunächst an zwei Tagen die Woche für jeweils zwei Stunden statt, haben wir uns seit dem Schuljahresbeginn 2024/2025 als Team dazu entschieden, die „Selbstlernzeit“ an einem Tag über vier Stunden und der sich daran anschließenden Präsentationszeit stattfinden zu lassen.
Nach den Osterferien 2025 wurde in einem neuen Pilotprojekt nun auch den Kindern aus ersten Flex-Klassen die Möglichkeit geboten, auf individuelle Potenzialsuche zu gehen. Die „Selbstlernzeit“ wird von nun an in „PMS-Zeit“ (Projekt mit Spaß-Zeit) umbenannt. Hierdurch entstehen auch weitere Lernateliers.
Wir sind stolz darauf, dass wir nach den Herbstferien 2025 die PMS Zeit für alle Kinder unserer Schule anbieten können. Um insbesondere den Schulanfängern den Einstieg in die PMS Zeit zu erleichtern, wurde die sogenannte Startklargruppe entwickelt. Während es zu Beginn noch vier Startklargruppen gab, ist inzwischen nur noch eine Gruppe übrig geblieben.
Die Startklargruppe ist dabei ein fester Bestandteil der PMS Zeit und bereitet die Kinder schrittweise auf die Arbeit in den Ateliers vor. Besonders freuen wir uns darüber, dass alle Kinder Teil der PMS Zeit sind und mit großer Freude ihre Ergebnisse und Produkte aus den Ateliers sowie der Startklargruppe in den Lerngruppen präsentieren und ihre Potenziale entdecken können.
Individuelle Lernwege
An unserer Grundschule legen wir großen Wert auf eine individuelle und eigenständige Lernorganisation. Die Kinder arbeiten an sogenannten Lernleitern/ Lernpfaden, die für bestimmte Themenbereiche bereits angelegt sind und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Lernstatus-systeme
Die Förderung der Selbstständigkeit und zunehmende Übernahme zur Eigenverantwortung liegt uns als Schule sehr am Herzen. Deshalb haben wir in allen Klassen ein Graduierungssystem (angelehnt an das der Alemannenschule in Wutöschingen) – unser Lernstatussystem etabliert.
Dabei werden vier Stufen unterschieden:
Samenkorn <- -> kleines Löwenzähnchen <- -> Löwenzahn<- -> Pusteblume
Der Status der Kinder wird unabhängig von den inhaltlichen Leistungen vergeben. In regelmäßigen Abständen wird er innerhalb der Klassengemeinschaft und auch im multiprofessionellen Team evaluiert und besprochen.
Kinder übernehmen die Verantwortung für das eigene Handeln, denken über ihren Lernprozess und den sozialen Umgang innerhalb der Gemeinschaft nach. Eine Beratung durch eine Lernbegleiterin oder einen Lernbegleiter helfen den Kindern dabei, die nächste Stufe zu erreichen.
